1 Jahr Responsive Webdesign

Wisst ihr noch, wann ihr eure erste Website erstellt habt? Okay,ich auch nicht ohne nachzurechnen. Aber wie sieht es mit der ersten responsive Website aus? Lange Zeit habe ich mit Mediaqueries nur privat rum experimentiert, bevor im März letzten Jahres  der erste Auftrag kam, eine Website mit Responsive Webdesign umzusetzen.

Seit knapp über einem Jahr ist die neue Website der Segeberger Kliniken Gruppe nun online und im Zuge eines anstehenden Contao-Updates schaute ich mir auch unsere Umsetzung noch ein mal genauer an. Da uns die Erstellung von Responsive Websites mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen ist – mittlerweile setzen wir mehr als die Hälfte aller Websites responsive um – habe ich eigentlich erwartet, an unzähligen Stellen Verbesserungspotenzial zu finden. Doch bis auf ein paar Kleinigkeiten ist die Seite immer noch auf Höhe der Zeit. Zeit also, sich mal wieder auf die Schulter zu klopfen. Oder doch nicht?

Sicherlich, man würde die Website heute vielleicht mit einem Mobile First-Ansatz aufbauen. Und den Slider vielleicht weglassen. Und Fans von Flat Design würden vielleicht die wenigen noch verbleibenden Verläufe und Schatten rausnehmen. Das war’s aber in meinen Augen auch schon. Das Schlimme daran: tatsächlich hat sich in den letzten Monaten  erstaunlich wenig im Bereich Responsive Webdesign getan. Noch immer gibt es keine zufriedenstellende Lösung, um unterschiedliche Bildgrößen und -auflösungen je nach Gerät zu laden. Mal ganz abgesehen von der Möglichkeit je nach Bandbreite entsprechende Bilder zu laden. Und noch immer ärgern wir uns darüber, dass Media Queries nur auf Viewport-Basis funktionieren und nicht elementbasiert.

So sehr ich mich freue, dass die Entwicklung im Web sich offenbar so sehr verlangsamt hat, dass ich einigermaßen auf dem neuesten Stand bin, so sehr bedauere ich es gleichzeitig, dass Probleme, die bereits vor über einem Jahr bestanden, bis heute nicht oder nur ansatzweise gelöst werden konnten. Das ist auch mit Blick auf solch interessante Techniken wie Flexbox ein wenig deprimierend.

Ich bin Steuermann bei Erdmann & Freunde, einem Netzwerk für Contao-Webworker, und schreibe hier über Themen aus dem Bereich Webdesign und Webentwicklung.

2 Kommentare

  1. soulcore sagt:

    Ich merke immer wieder das die Begrifflichkeit von Responsive Webdesign völlig quer läuft. Viele Kunden haben davon gehört, wissen das ist der „neueste Shit“, den müssen jetzt alle haben… Was das aber genau bedeutet weiß keiner und möchte auch keiner zahlen.

    Im Endeffekt läuft es dann meist eher auf adaptive Lösungen hinaus und nicht auf richtige RWD-Umsetzungen. Flexbox klingt zwar prächtig, wird aber sicher noch einige Zeit dauern. Auf meiner Wunschliste steht Flexbox auch direkt hinter den Blending-Modes, da ist der Screendesigner in mir doch noch stärker als der Entwickler 😉

  2. David Hellmann sagt:

    Was ein quatsch… Warum sind adaptive Lösungen kein RWD? Warum muss denn alles Fluide sein? Bisher hab ich die Erfahrung gemacht das komplett Fluide Grids z.B. mehr Probleme machen als wenn man bis zu einem gewissen Bereich mit adaptiven Lösungen arbeitet die man dann auch besser unter Kontrolle hat.

    RWD heißt ja nicht immer den vorhandenen Bildschirm voll auszunutzen sondern in meinen Augen eher sinnvoll auszunutzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *