Abmahnung hier, Abmanhung da … Ob nun Blogger oder Bastlerin, es scheint fast so, als könnte es jeden von uns treffen, der sich oder sein Produkt im Internet präsentiert.
Seit etwa September 2009 wissen wir, dass wir weder Jako (s. allesaussersport.de) noch Jack Wolfskin (s. werbeblogger) kaufen dürfen, weil sich beide Firmen recht negativ in die Köpfe der Web-Community eingebrannt haben. Beiden wird vorgeworfen übereifrig und unverhältnismäßig abgemahnt zu haben.
Dabei sollte man den Fehler nicht (nur) bei den Firmen suchen. Schließlich haben sich die Firmen ja nicht selbst hingesetzt und sich gedacht
„Schau mal, der vergleicht Jako mit P**ny“
oder
„Aaawwww, diese Katzenpfoten sehen ja viel süßer aus als unsere Wolfspfote, dem schicken wir mal ne Abmahnung“.
Vielmehr entsteht für mich der Eindruck, dass die „Abmahn-Anwälte“ im Web eine neue, mögliche Einnahmequelle sehen. Zieht man dann noch das aktuelle Beispiel von der Journalistin Eva C. Schweitzer heran (s. Spreeblick) bekommt man gar das Gefühl, dass da in diesen Tagen eine ganze Abmahn-Industrie aus dem Boden gestampft wird (Frau Schweitzer erklärt es im TAZ-Blog sehr gut), die immer auf die gleiche Art und Weise ihr Geld verdienen.
Hier werden also bewusst Kosten erzeugt, für die am Ende Einer gerade stehen muss. Liefe alles nach Plan, wäre das wohl der Abgemahnte.
Aber im Web läuft es eben doch alles etwas anders.
Denn im Web bleibt das Unternehmen immer öfter auf den Kosten sitzen, da dem Druck der Öffentlichkeit früher oder später nachgegeben werden muss. Die Abmahn-Anwälte bekommen natürlich trotzdem ihr Geld, schließlich haben sie ja nur ihren Job gemacht. Es bleibt allerdings abzuwarten wie lange noch. Denn was übrig bleibt, ist der Imageschaden sowohl beim Unternehmen als auch bei der Kanzlei.
Was die Web-Community bereits gelernt hat, müssen viele Unternehmen und Kanzleien erst noch lernen: Das Web vergisst nie! Den ersten Fehler mag man ihnen noch verzeihen, aber Wiederholungstäter können davon ausgehen, dass sich das Image im Medium der Zukunft nicht mehr aufbessern lässt. Und dann will ich mal sehen, wer einer Kanzlei noch sein Vertrauen schenkt, dass bereits mehrfach dem Kunden vor Allem Geld, Nerven und Reputation gekostet hat.
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Hab einerseits mal ein Pratikum bei einem dieser Abmahn-Anwälte gemacht und andererseits selbst schon eine erhalten. Du siehst: der Kreis schließt sich
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Erdmania und Dennis Erdmann, chris erwähnt. chris sagte: Nachhilfestunde für Abmahn-Anwälte | Dennis Erdmann: Spreeblick) bekommt man gar das Gefühl, dass da in diesen .. http://bit.ly/2fyNK4 [...]
[...] denn keiner meine Nachhilfestunde für „Abmahn-Anwälte“ [...]
[...] der Stelle auch interessant ist die Nachhilfestunde für Abmahnanwälte von Dennis [...]