Grafikdesign günstig abzugeben
Heute möchte ich mich schweren Herzens von unserem Printbereich trennen.
Es ist mir nicht leicht gefallen, denn wer uns kennt, weiß, dass unser Grafikdesign-Bereich von der Flyergestaltung bis zur kompletten Geschäftsausstattung einen nicht unwesentlichen Anteil unserer Arbeit ausmacht.
Was war geschehen?
Bisher haben wir stets versucht, alle Leistungen übers Web zu vermarkten, was angesichts guter Suchmaschinenoptimierung in der Vergangenheit auch funktionierte.
Doch scheinbar bewährt sich Suchmaschinenoptimierung für gewisse Bereiche einfach nicht. Ein gutes Beispiel ist unsere Leistung Grafikdesign. Während wir in Bereichen wie Webdesign und Webentwicklung Kundenanfragen in allen Größen bekommen und auch im Bereich der Werbetechnik bereits für mehrere namenhafte Unternehmen tätig werden durften, sah es im Grafikdesign bisher eher mau aus.
Nicht, dass wir keine Anfragen reinbekommen hätten für z.B. die Gestaltung oder den Druck von Visitenkarten oder Flyern. Es scheint aber fast so, als würde man sich bei der Suche nach einem Grafikdesigner eher an seinen Bekanntenkreis wenden, als nach einem Grafikdesigner bei Google zu suchen.
Diejenigen, die nicht dem Empfehlungsmarketing ihrer Bekannten gefolgt sind, war der reguläre Preis für die Leistungen eines Grafikdesigners evtl. zu teuer und da man im Internet ja mittlerweile alles günstiger oder sogar kostenlos bekommt, finden diese dann früher oder später auch zu unseren Seiten.
Von den Druckpreisen der Online-Druckereien geblendet, wollen viele nicht verstehen, dass unsere Leistung im Grafikdesign nicht für „n Appel und n Ei“ über den Tresen geht, sondern unsere Dienstleistung kein Einsparpotenzial besitzt.
Gleichzeitig stelle ich bei vielen dieser Sparfüchse fest, dass ein Großteil von ihnen beabsichtigt, sich in ihrem Druckprodukt selbst verwirklichen zu können. Auch hier winke ich mittlerweile dankend ab, außer ich würde einen (Schüler-)Praktikanten an den Job setzen, aber soviel Ehrlichkeit verträgt der potenzielle Kunde in der Regel auch wieder nicht und sucht dann das Weite.
Zusammenfassend würde ich meine Erfahrung mit Grafikdesign-Kunden, die über Google gekommen sind, wie folgt beschreiben:
Diese Art von Kunden bringt mehr Ärger als Geld, also lieber auf ein paar Euro verzichten, aber dafür den Stress mit dem schwierigen Kunden ersparen.
Was den Bereich Grafikdesign angeht habe ich mich dazu entschieden, erstmal Abstand von der Bewerbung im Web, speziell bei Google zu nehmen.
Bestandskunden im Bereich Grafikdesign werden wir selbstverständlich auch weiterhin mit größter Freude bedienen, denn da bleibt mir bis auf den Termindruck der Stress weitestgehend erspart.
Was bleibt sind ein paar suchmaschinenoptimierte Texte bzw. das Wissen, wie man lokal ein paar Printleistungen bewerben könnte. Falls also einer von euch Interesse hat … aber das wollt ihr euch doch sicher nicht antun, oder?
