Sleep Cycle auf dem iPhone – Schlafphasenwecker für 79 Ct

Vielleicht kommt dem ein oder anderen folgende Situation ja bekannt vor: Egal ob ich um 22 Uhr oder 0:30 Uhr ins Bett gehe, das Weckerklingeln und Aufstehen am nächsten Morgen zwischen 6 und 7 ist für mich jedes Mal eine Qual.
Als ich dann vor rund 100 Nächten von Sleep Cycle hörte, war ich anfangs skeptisch:

„Wie soll die iPhone App Sleep Cycle meinen Schlafrhythmus verbessern können?“

Doch bei nur 79 Ct muss auch ich nicht lange zögern und nahm den Biowecker fürs iPhone einmal genauer unter die Lupe.

Das Prinzip des Schlafphasenweckers

Schlafforscher wollen herausgefunden haben, dass sich die einzelnen Schlafphasen ca. im Abstand von 30 Minuten wiederholen. Das heißt, dass bei einem normalen Schlaf, sich sowohl die Tiefschlafphase, die REM-Phase als auch die Phase kurz vorm Wachwerden alle halbe Stunde wiederholen. Was machen nun also die modernen Schlafphasenwecker? Ganz einfach: Durch die Herzfrequenz, die Atmung und die Bewegung im Bett lässt sich nicht nur feststellen, ob eine Person gerade wach ist oder schläft, sondern auch in welcher Schlafphase sich diese Person gerade befindet. Mit dem Wissen, dass sich diese Schlafphasen alle halbe Stunde wiederholen, lässt sich ein ungefährer Zeitpunkt bestimmen, in der die Person dem Aufwachen am nächsten ist, um sie dann zu wecken.

In der Theorie klingt das erstmal  logisch, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann die iPhone App Sleep Cycle für gerade mal 0,79 EUR den professionellen Geräten wirklich Konkurrenz machen? Und wie gut funktioniert dieses Prinzip des Weckens in der Aufwachphase tatsächlich?

Nach dem ersten Start von Sleep Cycle bekommt man erstmal eine ausführliche Anleitung, wie Sleep Cycle es schaffen soll, die Schlafphasen richtig zu erkennen. Der eingebaute Bewegungssensor im iPhone sorgt dafür, die Bewegungen im Bett zu messen und daraus die entsprechende Schlafphase abzuleiten. Damit das iPhone dies kann, muss es auf die Matraze am Rande des Bettes platziert werden. Ein Test hilft einem dabei, den richtigen Platz für das iPhone zu finden. Will man sich also morgens von Sleep Cycle fürs iPhone wecken lassen, stellt man zuerst den Zeitpunkt des spätesten Wecktermins ein, im Zeitfenster bis zu einer halben Stunde früher soll man dann vom Schlafphasenwecker geweckt werden. Außerdem kann man zwischen einer Vielzahl von beruhigenden Klängen als Aufwachmusik wählen. Im nächsten Schritt dann wird man vor dem Einschlafen noch einmal daran erinnert, dass die Verwendung des Bewegungssensors eine Menge Akkuleistung frisst (bei meinen durchschnittlichen 6-7 Stunden pro Nacht, können das gut mal zwischen 20 und 30% der Gesamtakkuleistung sein). Damit die iPhone App auf den Bewegungssensor zugreifen kann, muss außerdem darauf geachtet werden, dass das iPhone nicht gesperrt wird.

Mein Fazit nach 100 Nächten

Anfangs hat es wunderbar geklappt, mich vom iPhone wecken zu lassen. Sleep Cycle hat meine Schlafphasen richtig erkennt, zumindest denke ich das die Aufzeichnungen im Diagramm in etwa mit den Erinnerungen aus der Nacht zuvor übereinstimmten. Außerdem fühlte ich mich fit und gut ausgeschlafen. Die Wirkung ließ allerdings nach ein paar Wochen bereits ab, was wohl hauptsächlich an mir liegt. Man muss sich von dem Gedanken frei machen, dass der Wecker mich mitunter eine halbe Stunde früher als erwartet weckt. Wer sich darüber ärgert (so wie ich), der hat im Unterbewusstsein noch nicht verstanden, dass dies der Zeitpunkt ist, an dem der Körper gerade dem Aufwachen am Nächsten ist.

Auch wenn ich Sleep Cycle immernoch nutze, ist die magische Wirkung um diese App bei mir mittlerweile verschwunden. Ich würde trotzdem jedem empfehlen, sich die App für 79 Ct zu shoppen, um eigene Erfahrungen mit Sleep Cycle zu machen. Hier der Link zur  Sleep-Cycle App im iTunes-Store.