Auf der Suche nach dem richtigen Team-Chat

Ich war es leid, mich ständig über Skype aufzuregen. Angefangen mit dem etwas zweifelhaften Redesign, das die Nutzung der Kontaktliste um einiges erschwerte, über Probleme mit der Verbindung zu meinem Bluetooth-Kopfhörer, bis hin zu den merkwürdigen Geschäftsgebahren (Guthaben verfällt, Username lässt sich nicht ändern, 3 Konferenz kostenpflichtig, Aufkauf durch MS).

Das größte Manko lag für mich jedoch im Chatbereich. Kein reibungsloser Sync zwischen den unterschiedlichen Geräten und die Tatsache, dass Skype nicht für den dauerhaften Einsatz von Gruppenchats gedacht ist, brachten mich dazu, mal zu schauen, was es denn so an Chatlösungen für Unternehmen gibt. Ich wollte eine Lösung, bei der ich auch als neu hinzugekommener Nutzer die Historie einsehen kann, um mich nicht erstmal auf den Stand bringen lassen zu müssen.

Gestoßen bin ich auf Hipchat von Atlassian und Campfire von 37signals. Beide ähneln sich in Technik und Funktion sehr stark, lediglich die Preismodelle unterscheiden sich ein wenig.

HipChat

Auf Hipchat bin ich durch einen Blogbeitrag der Wunderkinder vor einiger Zeit gekommen. Dort wird Hipchat tatsächlich dazu genutzt, um den Geräuschpegel in den großen Räumen zu senken.

Campfire

Da wir ja bei SOLADES bereits Basecamp als Projektmanagement-Software nutzen, war es naheliegend, dass ich mir auch mal Campfire ansehe. Im Idealfall arbeiten beide Dienste ja zusammen.

Was heute bei fast keinem Online-Service fehlen darf, ist die App für die unterschiedlichen Plattformen und Geräte. So kommen außer der Browser-Variante noch  Anwendungen für Mac, Windows, iOS und Android daher. Doch während Hipchat alle Anwendungen selbst entwickelt und zur Verfügung stellt (dummerweise auf Adobe-Air-Basis), übernimmt diesen Teil bei 37signals die Community. Lediglich die iPhone App wurde von den Campfire-Machern selbst erstellt. Das ist wohl auch der größte Vorteil von Campfire: Die Möglichkeit aus verschiedenen Anbietern von Apps wählen zu können. Diese Apps sollte man auch nutzen, weil die Weboberfläche von Campfire doch etwas in die Jahre gekommen ist.

Was die Funktionen selbst angeht, so bieten beide die Möglichkeit, beliebig viele Chaträume zu erstellen, Gästen den Zutritt zu erlauben und Dateien hochzuladen. Und natürlich, dass man bis zum Anfang der Diskussion zurückgehen kann. Campfire bietet noch eine Möglichkeit, Telefonkonferenzen zu starten, aber das bräuchten wir eh nicht bei uns in der Agentur.

Noch habe ich mich noch nicht so richtig entscheiden können. Deswegen nutzen wir erstmal beide Systeme, bis wir einen Gewinner ermittelt haben. Falls Ihr noch weitere Systeme in der Richtung kennt, immer her damit. Ich habe auch schon überlegt, eine Community-Plattform wie yammer, andererseits scheint mir das eigentlich schon wieder zu groß. Also falls ihr noch Vorschläge habt, ein paar Systeme würde ich mir noch angucken.

Ich bin Steuermann bei Erdmann & Freunde, einem Netzwerk für Contao-Webworker, und schreibe hier über Themen aus dem Bereich Webdesign und Webentwicklung.

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