Der Bamboo Stift fürs iPad 2 im Test

Nachdem ich den Bamboo Stilus für das iPad schon eine Weile in Benutzung habe folgt heute mal ein kurzes Zwischenfazit.

Ursprünglich hatte ich mir den Bamboo Stift gekauft, weil ich es einfach satt hatte, ständig meine Notizen durchsuchen oder gar wieder aus dem Papierkorb holen zu müssen. Mein iPad 2 und der Bamboo Stilus sollten mein neuer Notizblock werden und ein weiterer Schritt zum papierlosen Büro sein.

Nachdem ich über die Bamboo iPad App, die es damals kostenlos im App Store gab erst auf die Idee kam, mir einen Stift zuzulegen und auch die wenigen Rezensionen zum Bamboo Stift vielversprechend klangen, bestellte ich mir kurzerhand den 30 Euro teuren Stift direkt auf der Wacom Website. 3 Tage später hielt ich ihn auch schon in der Hand und konnte mir selbst ein Bild von der so hochgelobten Wacom Qualität machen, die ich ja schon von meinem damaligem Grafiktablett kannte.

Der Stift ist solide verarbeitet und liegt gut in der Hand. Was einem als erstes auffällt, ist die immernoch sehr breite Spitze (wenn man hier überhaupt von Spitze sprechen kann), obwohl diese schon deutlich schmaler sein soll als bei vergleichbaren Stiften. Muss aber wohl so sein, da man sonst nicht genug erkennbare Fläche aufs iPad bringt.

Erste Malversuche auf dem iPad

Die ersten Striche kommen einem ungewohnt vor, was hauptsächlich an der schlecht einzuschätzenden Spitze liegt. Dementsprechend sehen auch die ersten Zeichnungen eher so naja aus. Wenn man aber erstmal begriffen hat, dass man in den meisten Zeichen Apps auch zoomen kann, dann geht es eigentlich. Und durch die Radierfunktion habe ich am Ende tatsächlich ein paar brauchbare Skizzen zeichnen können, die ich sonst in mehreren Versuchen mit dem Kugelschreiber gezeichnet hätte.

Aber ich hatte mir den Stift ja auch gekauft um mir Dinge auf dem iPad zu notieren. Erstes Problem: Wo legt man seine Hand ab? Wer es gewohnt ist, seine Hand zum Schreiben abzulegen wird es mitunter nicht ganz leicht haben in manchen Apps. Die Bamboo App zum Beispiel hat das Problem erkannt und bietet eine Wrist Protection an, d.h. die App erkennt anhand der aufgelegten Fläche die Hand und ignoriert diese. Das funktioniert bei mir als Linkshänder im Querbildmodus sehr gut, bei Rechtshändern irgendwie nicht so (zumindest nicht bei meinen Testpersonen).

Der Stift im täglichen Einsatz

Seitdem ich den Bamboo Stylus gekauft habe – und das ist immerhin schon mehr als 6 Wochen her – greife ich tatsächlich selten zu Stift und Papier und versuche vieles auf dem iPad zu notieren. Das klappt nicht immer, z.B. dann nicht, wenn ich das iPad noch nicht griffbereit habe, aber für diese Fälle habe ich ja noch meinen iMac und das Programm Notizzettel.

Vorläufiges Fazit

Ich bin mit dem Bamboo Stift für iPad an sich, also der Verarbeitung und der Handhabung sehr zufrieden. Was man bei allen Stiften auf jeden Fall noch verbessern kann, ist die Größe der Stiftspitze. Momentan ist das Schreiben damit eher das Gefühl mit Wachsmalern zu kritzeln als mit einem Kugelschreiber oder Bleistift. Der zweite Punkt sind die Zeichenapps fürs iPad. Auch hier könnte man noch einiges besser machen, besonders bei der Wacom Bamboo App.

Ich bin Steuermann bei Erdmann & Freunde, einem Netzwerk für Contao-Webworker, und schreibe hier über Themen aus dem Bereich Webdesign und Webentwicklung.

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