Der Wunderkit-Test

Das Warten hat ein Ende

Es hat eine Weile gedauert, aber endlich lässt es unser Zeitplan zu, dass wir uns auch mal ein wenig mit dem vielgehypten Wunderkit beschäftigen können. Erstmal Testweise soll Wunderkit dazu dienen, die alltäglichen Aufgaben, die hier im Büro anfallen auf das Team zu verteilen.

Ich will jetzt hier an dieser Stelle eigentlich noch gar nicht groß ins Detail gehen, schließlich werden sich ein paar Fragen und Unklarheiten spätestens mit dem Ablauf der kostenlosen PRO-Phase klären. Aber ein 1-2 Dinge muss ich in diesem Blogpost dann doch loswerden.

Darstellung

Vielleicht liegt es daran, dass ich die Benutzung der Wunderkit-Oberfläche erst noch (schätzen) lernen muss, aber nachdem ich ein paar Workspaces angelegt habe und ein paar Aufgaben angelegt hatte, beschlich mich immer wieder das Gefühl, ich könnte eine wichtige Aufgabe übersehen haben, da es dann doch sehr schnell unübersichtlich wird. Denn nur Aufgaben, die ich in einem Team-Workspace für mich angelegt habe, werden mir auch im Dashboard angezeigt. Und nur Aufgaben mit der Fälligkeit von Heute werden mir unten in der Fußzeile angezeigt. Vielleicht könnte ich die Lücke, die an dieser Stelle entsteht mit der richtigen Verwendung des Sterns oder den Tags nutzen, mal sehen.

Preisgestaltung

Momentan kann ich nicht sagen, ob es besonders geschickt oder ungeschickt ist, jedem User eine 90 Tage PRO-Mitgliedschaft zu schenken um die Leute erstmal auf der Plattform zu haben, um dann nach 90 Tagen zu sagen: „das sind übrigens die Features, die du als NICHT-PRO jetzt nicht mehr nutzen kannst.“ Viele Leute, mit denen ich zuletzt sprach sind nicht bereit, sich auf die Plattform einzulassen, wenn sie nicht wissen, was Ihnen später fehlen wird. Da helfen auch die Angaben auf der Pricing-Unterseite nicht richtig weiter. Andererseits: Da auch das integrierte Social Network für mich kein Grund ist von Basecamp wegzugehen und mein Leben und meine Projekte in Wunderkit zu organisieren, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass ich Wunderkit noch über 2 Monate kostenlos testen kann.

Was haltet Ihr von Wunderkit? Habt Ihr es schon getestet? 

Ich bin Steuermann bei Erdmann & Freunde, einem Netzwerk für Contao-Webworker, und schreibe hier über Themen aus dem Bereich Webdesign und Webentwicklung.

4 Kommentare

  1. D. Stermann sagt:

    Ich kann diese Ansichten nur vollständig bestätigen. Wie immer erscheint das Produkt (trotz laufender Beta-Phase) super professionell gemacht. Allerdings wird man teilweise vom User Interface richtig „erschlagen“. Alles ist sehr bunt, sehr objektorientiert – neudeutsch könnte man sagen, alles kommt recht cheesy daher. Vielleicht wäre weniger – im Sinne der Übersichtlichkeit – hier wirklich mehr.

    Ebenfalls scheint mir das social-Element ebenfalls überbetont. Projekt -Management dürfte für Viele erst mal als persönliches Selbstmanagement starten, ob da gleich immer die ganze Community benötigt wird …?

  2. Kai sagt:

    Schliess mich dem an.
    Beta hin oder her. Im Gespräch war Wunderkit schon länger, und alleine der Umstand aus Wunderlist nicht importieren zu können..hmm. :/
    Ich frag mich dann wo denn die X Millionen Kapital geblieben sind?
    Bei allem Respekt vor der Arbeit, die sicher auch immens ist und bis hierhin war, aber man hätte vielleicht noch etwas warten sollen.
    Mich bestärkt es nur in dem Glauben an Basecamp ( die ja auch Neues planen ) und als reinen Taskmanager bin ich jetzt bei Trollo. Nicht so hübsch, funktioniert aber.

    Der starken sozialen Komponente kann ich jetzt auch wenig abgewinnen, die hab ich auch, und viel kontextbezogener, auf GitHub und Konsorten.

  3. Peddy sagt:

    „…Ich frag mich dann wo denn die X Millionen Kapital geblieben sind?…“

    Im Marketing :)

  4. Dennis sagt:

    Also ich hoffe doch, dass von den Millionen noch etwas übrig ist 😉

    Man darf natürlich nicht vergessen, dass Wunderkit (hoffentlich) in der Entwicklung schon wesentlich weiter ist, als das was wir momentan zu sehen bekommen. Deswegen lässt sich die Frage, ob es vielleicht zu früh war, online zu gehen auch nur schwer beantworten. Denn die Kritik kommt mit den Nutzern. Hinzu kommt dann noch der Druck von den Kapitalgebern die natürlich wollen, dass die Fristen eingehalten werden.

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