Ist Empire Avenue das Farm Ville für Social Media Marketer?

Knapp 4 Wochen ist es nun her, dass ich mich bei Empire Avenue angemeldet habe um das „Börsenspiel für Social Media Marketer“ zu testen. Zeitfresser oder ernstzunehmendes Social Network? Hier ist mein vorläufiges Fazit.

Einerseits ist Empire Avenue ein Social Game mit hervorragendem Suchtfaktor und ein hervorragendes Beispiel für Gamification. Durch die ständigen Belohnungen, wird man (zu Anfang) immer schön bei der Stange gehalten. Man kann neue Freunde finden oder sich mit seinen bestehenden Freunden aus anderen Netzwerken verbinden. Zusätzlich bekommt man auch noch seine Social Media Aktivitäten bei Twitter und Facebook ausgewertet, Empire Avenue bekommt also sogar noch eine nützliche Komponente verpasst.

Andererseits kann Empire Avenue aber auch sehr frustierend sein. Hat man mal 2-3 Tage keine Zeit für Facebook & Twitter, schlägt sich das genauso im Aktienkurs nieder, wie eine Vernachlässigung von Empire Avenue selbst. Das ist bei Farm Ville nicht anders gewesen.

Hinzukommt die Tatsache, dass ich nicht bereit bin echtes Geld gegen virtuelle Eaves zu tauschen, klar dass ich dann natürlich nur kleine Sprünge machen kann. Auch hier hat Farm Ville das gleiche Konzept. Es gibt die Möglichkeit entweder die Farm durch harte Arbeit aufzubauen oder man hilft ein wenig nach indem man sich Farm Ville Dollar kauft.

Am Schlimmsten jedoch finde ich das Geltungsbedürfnis der Social Medians. Empire Avenue bietet nämlich die Möglichkeit, sich in Communities zu engagieren, zu diskutieren und sich zu verbünden. Die lokalen, aber auch die thematischen Communities kann man dabei getrost vergessen, weil hier kein wirklicher Mehrwert geboten wird. Hier versucht nur jeder das zu machen, was er auch sonst bei Empire Avenue auch versucht, er vermarktet sich. Ich meine mich erinnern zu können, dass das in Farm Ville ähnlich war. In Gruppen haben sich Farmer gesucht und gefunden, so dass manche mehr Farm Ville Freunde hatten als echte Freunde.

So gesehen kann man also sehr wohl sagen, dass Empire Avenue das neue Farm Ville für Social Media Marketer ist. Glücklicherweise steht aber Empire Avenue noch ganz am Anfang und auch Twitter wussten zu Anfang viele nicht richtig zu nutzen. Es ist nicht auszuschließen, dass Empire Avenue sogar nur die Spitze des Eisbergs ist und wir bald schon von einer Flut von neuen Social Media Games überrollt werden. Denn bei aller Kritik der letzten Absätze, das Prinzip von Empire Avenue ist genial, lediglich die Nutzer haben bisher das Potenzial dieser Plattform noch nicht erkannt.

Wenn ihr noch nicht bei Empire Avenue angemeldet seid, dies aber gerne ändern möchtet, dann würde ich mich freuen, wenn ihr untenstehenden Link benutzt, denn so gibt es ein paar Eaves für mein Konto

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Ich bin Steuermann bei Erdmann & Freunde, einem Netzwerk für Contao-Webworker, und schreibe hier über Themen aus dem Bereich Webdesign und Webentwicklung.

Ein Kommentar

  1. Markus Breuer sagt:

    Die Formulierung „Farmville für Social Media Marketer“ gefällt mir! 😉
    Und danke, dass Du unsere kleines Tutorial verlinkt hast.

    Ansonsten hast Du mit einigen Überlegungen m.E. völlig recht: es ist halt ein Spiel, das viel Zeit kostet und keinen echten Nutzen außer der Freude am Spiel selbst hat. Ich hatte das ja in meinem Artikel für Netzwertig ähnlich geschrieben. Eine Weile macht’s Spaß, dann merkt man, dass Aufwand und Ergebnis weit auseinander klaffen.

    Ich glaube deshalb auch nicht, dass der Plattform langfristig ein großer Erfolg beschert sein wird. Für die Mehrzahl derjenigen, die es ausprobieren, bringt es nach wenigen Tagen oder Wochen nicht viel. Man muss schon ein ausgesprochener Ehrgeizling sein, um über Monate hinweg die nötige Zeit zu investieren, nur, um dann seinen Namen in den Kurcharts möglichst weit vorne zu sehen 😉

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