Meine Erfahrungen mit Werbung auf Twitter

Twitter_logo_blue

Seit kurzem bietet Twitter nun auch den Deutschen offiziell die Möglichkeit, Werbung auf Twitter zu schalten. Obwohl ich selbst die Sponsored Tweets, die Twitter für mich bisher bereithielt eher ignoriert habe, war ich neugierig, ob und wie gut die Werbeanzeigen funktionieren würden.

Mit meinem @erdmannfreunde Twitter Account hatte ich auch direkt das perfekte Versuchsobjekt: Ein Twitter-Account mit bisher mickrigen  90+ Followern, der  eine sehr spezielle Zielgruppe – Contao-Agenturen, -Designer und -Entwickler – anspricht. Gleichzeitig habe ich mit unserem CSS-Kurs für Contao mindestens einen guten Grund, warum man dem Twitter-Account folgen sollte.

Also schnell für das Werbeprogramm auf Twitter angemeldet, Kreditkartendaten hinterlegt und schon konnte es losgehen. Da mein Ziel zunächst ist, mehr Follower zu bekommen und so die Reichweite für meine wöchentlichen Artikel zu erhöhen, entschied ich mich für das Kampagnen-Ziel „Mehr Follower“. Zur Auswahl stehen ansonsten noch mehr Klicks/Conversions,  mehr Interaktionen, mehr App-Installationen und mehr Leads (was bedeutet, E-Mail-Adressen zu sammeln).

In den Folgeschritten kann man dann einen Tweet anlegen oder einen bestehenden auswählen, der beworben werden soll. Ich habe mich für diesen Tweet entschieden:

Außerdem gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um die Zielgruppe zu definieren. Ich wollte, dass mein Tweet möglichst nur Personen angezeigt werden soll, die die gleichen Interessen haben, wie der  offizielle Twitter Account von Contao.  Zum legte ich noch ein Budget von 30 Euro fest und stellte die Laufzeit auf 3 Tage ein.

Erstes Ergebnis nach 3 Tagen

Im Gegensatz zu Facebook, habe ich meinen eigenen Sponsored Tweet nie in der eigenen Timeline gesehen. Vermutlich, weil ich meinen eigenen Account schon folge. Aber es gab auf jeden Fall Interaktionen mit dem Tweet, also das was mich Geld kostet.

In den 3 Tagen habe ich insgesamt knapp 11 Euro ausgegeben, 28 Klicks generiert und 5 neue Follower gewonnen. Damit hat mich jede Interaktion etwa 33 Cent gekostet. Diese Zahlen haben mir 2 Dinge klargemacht:

  1. Es gibt schon/auch Leute da draußen, die die Sponsored Tweets nicht ignorieren
  2. die Kosten für Interaktionen bei Twitter sind zwar meist günstiger als bei Adwords, aber im Vergleich zu Facebook doch relativ hoch.

Um einen Vergleich zu haben, habe ich zeitgleich eine Anzeige bei Facebook geschaltet. Dort waren die Zahlen um einiges besser und die Clickpreise lagen eher bei 19 Cent.

Sollte man auf Twitter werben?

Es bleibt also die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, auf Twitter zu werben. Ich für meinen Teil werde auch in Zukunft immer mal wieder auf Twitter Werbung schalten. Denn man darf nicht vergessen, dass es auch bei Facebook eine Weile gedauert hat, bis Werbung in der Timeline generell vom Nutzer akzeptiert wurde und passende Inhalte an die richtigen Personen ausgeliefert wurde.

Auch habe ich mir bisher noch nicht besonders viel Mühe gegeben, den perfekten Sponsored Tweet zu schreiben. Hätte ich zum Beispiel keinen Link angegeben, hätte ich für die Klicks auch kein Geld ausgegeben. Ich denke, wenn ich mich ein wenig mehr mit der Materie beschäftigen würde, würde ich vielleicht noch andere Mittel und Wege finden, um die Zielgruppe besser einzugrenzen und mehr aus einer Kampagne herauszuholen.

Wenn ihr auch darüber nachdenkt, auf Twitter zu werben, dann ist jetzt vermutlich der richtige Zeitpunkt. Denn jetzt kann man sich noch die typischen Anfängerfehler erlauben, weil das Thema noch relativ neu und noch nicht bei der breiten Masse angekommen ist. Wenn ihr selbst schon Erfahrungen mit  Werbung auf Twitter und Sponsored Tweets gemacht habt, würde ich mich über einen Kommentar oder eine E-Mail freuen.

Ich bin Steuermann bei Erdmann & Freunde, einem Netzwerk für Contao-Webworker, und schreibe hier über Themen aus dem Bereich Webdesign und Webentwicklung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *